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Definitionen von A-Z
Adaption eine Anpassung des menschlichen Organismus durch gezieltes Training und damit verbundene Überschreitung der kritischen Reizschwelle
Adipositas Meist durch zu starke oder unausgeglichene Nahrungszufuhr, oft auch durch körperliche Fehlregulierung verursachte Fettleibigkeit und damit zu hoher Bestand von Fettgewebe.
Adrenalin Hormon, das zu einer erhöhten Bereitschaft des Körpers führt Steigerung der Herz- und Atemfrequenz, Erhöhung des Blutdrucks und des Blutzuckerspiegels.
Aerobe Kapazität Leistungsfähigkeit eines Organismus bei einem (lockeren) Training, bei dem die Muskeln immer ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Die aerobe Schwelle stellt dabei die Obergrenze der rein aeroben Energiebereitstellung dar.
Aerobes Training gleichmäßiges und lockeres Training, bei dem man nicht außer Atem kommen soll und somit der Körper immer mit genügend Sauerstoff versorgt ist.
Anaerobe Kapazität Leistungsfähigkeit eines Organismus bei einem Training, bei dem nicht genug Sauerstoff für die Muskeln und die Stoffwechselvorgänge zur Verfügung steht. Die anaerobe Schwelle stellt dabei die Obergrenze der Belastungsintensität dar, wo sich Laktatproduktion und abbau aufheben und über der ein Fettabbau gehemmt bis ganz eingestellt ist.
Anaerobes Training kurzfristiges, hoch-intensives Training (z. B. Sprinten, Gewichtheben), das Kohlehydrate verbraucht und den Körper in einen Sauerstoffmangel versetzt.
Aminosäuren Aufbausteine aller Proteine und Eiweiße, 11 entbehrlichen (Körper kann sie selbst produzieren) stehen 9 unentbehrlichen (Körper kann sich nicht selbst produzieren) Aminosäuren gegenüber, welche durch die Nahrung aufgenommen werden müssen.
Ausdauer Widerstandsfähigkeit eines Organismus gegen Ermüdung und die Fähigkeit zur Erholung nach Belastung, Aufrecherhalten einer Belastung über eine möglichst lange Zeit. Arten und Kategorisierung von Ausdauer: allgemein und lokal; dynamisch und statisch; Kurz-, Mittel- und Langzeit; aerob und anaerob; Schnelligkeitsausdauer und Kraftausdauer;
B
Ballaststoffe speziell für Darm und Verdauung wichtige, unverdauliche Fasern von pflanzlicher Nahrung.
Basal Metabolic Rate (BMR) Die Zahl der Kalorien, die der Körper in Ruhestellung verbrennt, um die normalen Körperfunktionen aufrecht zu halten.
Belastungsintensität die pro Training absolvierte Arbeitsmenge pro Zeit.
Biomechanik Die Erforschung der Mechanik des Körpers, besonders der Kräfte der Muskeln und der Gravitation der Skelett-Struktur.
BMI Body Mass Index, Maßeinheit für den Körperfettanteil, Körpergewicht im Verhältnis zur quadrierten Körperlänge.
Broca-Index Sollgewicht in kg, Körpergröße vermindert um 100 für das Normalgewicht, vermindert um 110 für das Idealgewicht.
C
Cholesterin lebenswichtiger Fettbegleitstoff in tierischen Lebensmitteln oder selbst vom Organismus gebildet, ein zu hoher Wert kann zu Herzinfarkt und Arteriosklerose führen.
Cool-Down Phase von geringer Trainingsintensität, die den Übergang von intensivem aeroben Training bis zu seinem Ende überbrückt.
Cross Training Durch die Variation von diversen physikalischen Beanspruchungen werden verschiedene Muskelgruppen angesprochen.
D
Diät richtige, gesunde Ernährungs- und allgemein Lebensweise (griechisch: diaita), eine spezielle, längerfristige Auswahl von Nahrungsmitteln mit der meist eine Gewichtsreduktion oder eine Krankheitsbehandlung erzielt werden soll. Die Diätetik beschäftigt sich dabei auf wissenschaftlicher Basis mit diesem Thema.
E
Endorphine bei körperlicher Anstrengung ausgeschüttete oder medikamentös zugeführte (Morphin) Substanzen, die schmerzstillend (beruhigend oder berauschend) wirken.
Enzym ein Protein, das katalysatorische (beschleunigende), lebenswichtige Wirkung auf die Lenkung und den Ablauf von Stoffwechselvorgängen hat.
Erschöpfung Ermüdung durch Verausgabung.
Ergonomie Die Wissenschaft, Geräte zu entwickeln, die besser dem menschlichen Körper entsprechen.
F
G
Glukose bei der Verdauung gewonnener Energielieferant des Körpers, Einfachzucker und Kohlenhydratbaustein.
Glykogen Vielfachzucker, Speicherform (kurz- bis mittelfristig) der Kohlenhydrate im Körper bei Überangebot. Bei Bedarf wird Glykogen in der Leber wieder in Glucose gespalten und bereitgestellt.
H
Herzfrequenz Die Anzahl der Pulsschläge in einer vorgegebenen Zeit.
Hypertonie krankhafte Erhöhung des Blutdrucks, welche zu einer erhöhten Belastung des Herzes führt und die Blutgefäße schädigt
Hypotonie (Hypotension) niedriger Blutdruck mit den Folgen wie Schwäche, Schwindel, Müdigkeit, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit, Unterversorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut, grundsätzlich nicht schädlich, nur gefährlich bei resultierenden Sekundärverletzungen (z.B. Stürzen).
Hypertrophie Vergrößerung eines Organs oder eines Gewebes durch Vergrößerung der Zellen.
I
Insulin in der Bauchspeicheldrüse erzeugtes Hormon, das die Fettaufnahme fördert und somit den Fettstoffwechsel beeinflusst.
Intervalltraining periodenweise Abwechslung von Einheiten mittlerer bis hoher Belastung und niedriger Belastung.
J
K
Kalorie Die Wärmemenge, die benötigt wird, um die Temperatur von einem Gramm Wasser um 1°C bei normalem Atmosphärischen Druck (1013 hPa) zu erhöhen. (Grundlage für die Berechnung von Brennwerten der Nahrung)
Kohlenhydrate Organische Komponenten, die Zucker, Stärke, Zellulose und Klebeteilchen enthalten. Sie sind die Hauptenergiequelle während des Trainings.
Körperfettanteil Anteil des angelagerten Fettes am Gesamtgewicht des Körpers, individuell von Alter und Geschlecht abhängig, Indikator für die körperliche Fitness.
Kraft Die Anzahl der Energie, die pro Sekunde verbraucht wird. Kraft wird durch die Multiplikation von Spannung der aktuellen Zeit.
L
L aktat bei einer Belastung, wo der Sauerstoffbedarf durch Zufuhr im Blut nicht gedeckt werden kann, wird die fehlende Energie über Milchsäuregärung gebildet. Milchsäure zerfällt im Blut in Laktat und Oxoniumionen, wodurch der PH-Wert des Blutes aufrecht gehalten wird und eine eventuelle Übersäuerung (bei zuviel produzierter Milchsäure) erkannt wird.
M
Maximalpuls Höchstsollwert der Herzfrequenz (Schläge pro Minute) bei größtmöglicher Anstrengung, altersabhängig (ca. 220 Lebensalter).
MET Eine Maßeinheit für den Sauerstoffverbrauch. Ein MET entspricht der ungefähren Menge an verbrauchtem Sauerstoff pro Minute im Ruhezustand. Ein individuelles Training bei zwei METs verbraucht zweimal soviel Sauerstoff wie ein Ruhezustand.
Metabolismus Die Summe der Prozesse, durch die eine bestimmte Substanz im Ruhezustand oder während eines Trainings in einem Körper verarbeitet wird.
Muskeltonus Spannungszustand und Bereitschaftsstellung eines Muskels auf einen Reiz mit einer Kontraktion zu reagieren.
N
O
P
Prävention vorbeugende Maßnahmen um gezielt beeinflussbare Risikofaktoren zu vermeiden (Krankheitsvorbeugung, Prophylaxe, Gesundheitsförderung)
Proteine Ein Eiweißmolekül, das Grundbaustein aller Zellen ist und außerdem viele Aufgaben wie Stofftransport, chemische Katalyse und Signalstofferkennung übernimmt.
Regeneration Wiederherstellung eines physiologischen Gleichgewichtszustandes und Wiederversorgung des Organismus nach vorausgehender Belastung.
Q
R
Rehabilitation Wiederherstellung eines durch eine Verletzung oder Erkrankung beeinträchtigten Organismus.
Ruhepuls-Rate Herzfrequenz, gemessen am Ende des Trainings. Die Zeit, die gebraucht wird, um den Puls auf den Vortrainingswert zurückzubringen, ist ein Zeichen für den Zustand der Herzgefäße.
Ruhe-Herzfrequenz Herzfrequenz in Ruheposition gemessen.
S
Stretching Stretchen, bzw. Ausdehnen eines Muskels und Halten dieser Dehnbewegung für ca. 20 Sekunden, Verbesserung der Flexibilität.
Stress Reaktionen des Körpers zur Bewältigung von erhöhten Anforderungen (ausgelöst durch Reize, den Stressoren) und die dadurch ausgelöste körperliche und geistige Belastung. Disstress steht dabei für schädlichen Stress, Eustress für positiven Stress (z.B. bei Zielerreichung). Ständiger Stress kann weiterführend zu einer starken körperlichen und seelischen Schädigung/Beeinträchtigung führen (Depression).
Supplement Unterstützende Zusätze, die die normale Ernährung sinnvoll ergänzen soll, die Kombination und vor allem die Dosis spielen eine große Rolle.
T
Tempomacher Ein elektronischer Helfer, den man für sein Training programmieren kann, der auf dem Display erscheint und mit dem oder gegen den man rennen kann.
Trainingsintensität Der Grad der Anstrengung während eines Trainings, gemessen an der Herzfrequenz. Atemfrequenz und Schweißmenge sind sehr individuell, die Herzfrequenz ist dahingegen ein äußerst verlässlicher Indikator für die Trainingsintensität.
U
Übertraining Schwächung des Organismus bei kontinuierlich zu hoher Trainingsintensität und/oder zu kurzer Erholungszeit zwischen den Belastungen. Das Leistungsniveau sinkt dabei.
V
W
Wahrgenommene Anstrengung Ein individuelles Maß der eigenen Anstrengung und des Intensitätslevels während eines Trainings.
Z
Zielherzfrequenz Optimale Herzfrequenz, bei der die Verbesserung der aeroben Fitness maximal ist. Abhängig von der individuellen Fitnessgrenze und der physischen Kondition. (Faustregel: 220 minus Alter x 60 % bis 85 %)


